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Archiv für den Monat Juli 2013

Postapokalyptische Wüstenwelt – Wolfgang Hohlbein: Der Drachenzyklus

Wer mit den Filmen der Mad Max-Reihe aufgewachsen ist, bekommt bei postapokalyptischen Wüstenwelten immer schnell strahlende Augen. In „Die Töchter des Drachen“ und dem Folgeband „Der Thron der Libelle“ geht es um eine solche Welt. 200.000 Jahre nach der Zerstörung der Welt hat sich eine menschliche Kultur wiedererschaffen, welche allerdings noch auf technische Relikte der Alten zurückgreift. Dadurch das die Alten auch durchs Weltall reisten, erklärt Hohlbein die Fantasyrassen auf dem Planeten. In seiner Welt sind dies entweder die Nachfahren von Aliens oder Mutanten.

Hohlbein verschmelzt daher eine postapokalyptische Fantasywelt in der es Drachenreiter gibt mit modernsten Techniken der Science Fiction. Damit geht er einen anderen Weg als das AD&D Setting Dark Sun. Während bei Dark Sun sämtliche Gegenstände aus Metall schon einen Schatz darstellen, kann man in der Welt der Drachenreiter Luftgleiter und Laserwaffen antreffen. Deren Anzahl ist zwar sehr gering, aber nicht so selten das sie nur den besonders Mächtigen vorbehalten sind.

Mir persönlich gefällt das Dark Sun Szenario besser. Allerdings kann auch Hohlbeins Welt (und das geschieht bei einem Vielschreiber wie Hohlbein in meinen Augen selten) überzeugen und gibt für Weltenbastler einiges her. Wie sehr man dann die Technik in seine eigene Welt übernimmt, ist ja jedem freigestellt.

Der Drachenzyklus besteht aus folgenden Büchern:
1. Band:  Die Töchter des Drachen
2. Band: Der Thron der Libelle

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2 Kommentare

Verfasst von - Juli 27, 2013 in Bücher

 

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Wolfgang Hohlbein: Die Töchter des Drachen – Die Wagas

Erstmal vorweg: Mir ist selbst schon aufgefallen das mein doch recht junger Blog zur Ansammlung für humanoide Rassen wird. Dennoch möchte ich euch die der Waga nicht vorenthalten.

Der Drachen-Zyklus von Wolfgang Hohlbein spielt in einer postapokalyptischen Welt. Eine Gruppierung von Drachenreiterinnen herrscht dort über die Menschheit und vernichtet jedes Dorf, welches eine Art von Technik (Schmiedeöfen, Flaschenzüge usw.) erfindet. Die Geschichte handelt von einer jungen Frau, welche Opfer der Vernichtung durch die Drachenreiterinnnen wurde. Ihr zur Seite steht Hrohn, ein Waga.

Die Waga sind eine Art Schildkröten-Menschen, welche mehrere Jahrhunderte alt werden können. Ausgewachsen bringen sie ein Gewicht von 200 kg auf die Waage und sind dank ihres Schildkrötenpanzers mit einer natürlichen schweren Rüstung versehen, in die sie auch ihren Kopf und ihre Arme und Beine einziehen können. Im Gegensatz zu den in unserer modernen Popkultur bekannten Teenage Mutant Ninja Turtles sind die Wagas aber keine geschickten Akrobaten. Mit ihren 4 fingrigen dicken Klauenhänden und ihres enormen Körpergewichtes sind sie alles andere als fingerfertig und geschickt. Ihr Kampfstil ist brachial und auf ihre enorme Kraft abgestimmt. Ein Waga kann nicht elegant eine Wand hochspringen, aber durchaus durch eine Wand hindurch laufen oder diese mit seinen Fäusten einschlagen. Darüber hinaus besitzen sie die Möglichkeit, im Inneren ihres Panzers, ein paar kleine Gegenstände zu verstecken. Ihre Sprechweise der Allgemeinsprache ist sehr lispelnd, womit man dem Charakter Tiefe verleihen kann.

Der große Nachteil der Wagas ist aber neben ihrer Unbeweglichkeit die Tatsache, das sie Kaltblüter sind. Wie Echsen verfallen sie bei Minustemperatur in eine Starre, in der sie vollkommen handlungsunfähig werden. Daher können gerade Eis- und Kältezauber in manchen Rollenspielen für einen Waga wirklich gefährlich werden.

Von dieser Schwäche aber abgesehen sind die Wagas richtige Kampfmaschinen und gute Beschützer. Wer sich daher nicht scheut einen Exokten in seiner Rollenspielrunde mit hinein zu nehmen oder nicht schon wieder Lust auf den Paladin oder den Zwergenkrieger hat, für den könnte ein Waga genau das richtige sein!

1. Band des Drachen-Zyklus:  Die Töchter des Drachen

 
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Verfasst von - Juli 24, 2013 in Bücher

 

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Trudi Canavan: Das Zeitalter der Fünf – Götter und Magie

Im Mittelpunkt der Romanreihe stehen natürlich die Götter und ihre Kleriker. Die Welt ist in einen Nord- und einen Südkontinent geteilt. Im Norden herrschen die Götter des Zirkels. Das sind 5 Götter, die als einzigste den Krieg der Götter überlebt haben. Sie lassen Nordithania durch ihre 5 Stellvertreter, die sogenannten Weißen, regieren. Die Bewohner des Südkontinents dagegen, die Pendatrianer, glauben an 5 neue Götter, die erst nach dem Krieg der Götter entstanden sind. Daneben gibt es noch die Gemeinschaft der Traumweber, die von einem Unsterblichen Magier gegründet wurde und an keine Götter glaubt.

Im Gegensatz zu vielen Rollenspielen gibt es keine Unterscheidung zwischen Magie und göttlichen Kräften / Fähigkeiten, oder kurz gesagt „Zauber“ und „Gebeten“. Alle, selbst die Götter, nutzen Magie. Was die Romane zu etwas besonderem macht, ist, das es ausgerechnet die Traumweber sind, die über mächtige Heilmagie verfügen, und nicht die Priester der beiden verschiedenen Pantheons.

In der beschriebenen Welt verfügt (bis auf wenige Ausnahmen) jeder Mensch über ein gewisses magisches Potenzial. In der Regel reicht dieses nur aus um die Elemente minimal zu verändern, wie zum Beispiel ein Lufthauch zu erzeugen. Wer über große magische Gaben verfügt, wird in aller Regel durch die jeweiligen Priesterschaften aufgenommen.

Umso mehr magische Gaben oder Fähigkeiten man besitzt, desto weiter kann man in der Priesterschaft aufsteigen. Den Auserwählten der beiden Pantheons wird durch ihre Götter Unsterblichkeit verliehen. Davon unabhängig konnten aber auch ein paar freie Zauberer diese Eigenschaft selbst erringen. Diese Unsterblichen wurden allerdings von den Göttern verstoßen und werden durch die Priester gejagd und getötet.

Im späteren Verlauf der Romane wird auch klar warum die Götter Jagd auf die Unsterblichen machen. Denn diese sind aufgrund ihrer Magie in der Lage, sich selbst zu Göttern zu erheben. Das die Unsterblichen gar nicht den Drang dazu haben, interessiert die Götter in ihrem Hass auf die Unsterblichen nicht.

Kommen wir also zum Fazit: Das Zeitalter der Fünf beginnt relativ langsam mit der Einführung der Welt und ihrer Religion. Die Geschichte selbst braucht etwas, bis sie Fahrt aufnimmt und spannend wird. Dennoch ist die Idee, das Götter nur übermächtige Magier sind, sehr interessant. Diese hatte zwar auch schon Dave Duncan mit seiner Pandemia-Saga, aber dort ist die Umsetzung mit der Ansammlung von magischen Worten eine andere wie die von Trudi Canavan. Wer also für seinen eigenen Magier, Kleriker oder Priester eine Anregung braucht ist bei dieser Saga richtig. Auch für Weltenschaffer die noch keine eigenen Idee für ihr Magiesystem oder ihre Götterwelt haben, kann ich die Bücher empfehlen.

Trudi Canavan: Das Zeitalter der Fünf besteht aus folgenden Büchern: Priester, Magier, Götter

 
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Verfasst von - Juli 14, 2013 in Bücher

 

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