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Archiv für den Monat September 2013

Science Fiction (un-)gleich Fantasy?

Angeregt durch Arkanils Beitrag zum Thema Science Fiction, habe ich mir auch ein paar Gedanken zur Abgrenzung zwischen Fantasy und Science Fiction gemacht.

Wenn man die Entwicklung der letzten Jahrzehnte betrachtet, gibt es diese Abgrenzung noch gar nicht so lange. Die große Sparte Fantasy, welche mittlerweile erfolgreicher ist als Science Fiction, hat sich glaube erst Mitte der 80’er aus dem Genre Science Fiction als eigenständige Rubrik herausentwickelt. Bis dahin wurde eigentlich alles unter dem Namen Science Fiction herausgegeben. Die großen Fantasyautoren dieser Zeit traf man auch nur bei Science-Fiction-Conventions. Als Fantasyautoren wurden allerdings nur die wenigsten davon bezeichnet. Es war eher gängig, das diese phantastische Science-Fiction Geschichten geschrieben haben.

Die klare Abgrenzung ist daher noch gar nicht so alt; allerdings in meinen Augen notwendig, um eine klare Zuordnung zu den Rahmenbedingungen der jeweiligen Geschichte / des Settings zu geben. Hierdurch kann ein Aussenstehender sofort grob erfassen, in welcher Epoche die Handlung stattfindet.

Allerdings sei gesagt, das die meisten Handlungen leicht in das jeweils andere Genre übertragen werden können. Ob Star Wars jetzt Science Fiction ist, wird ja schon lange von vielen Kritikern angezweifelt. Oft wird hier der Begriff „Zukunfts-Märchen“ verwendet, was ja im Grunde nichts anderes als eine Fantasygeschichte darstellt, die in der Zukunft spielt.

Aber auch Star Trek könnte man leicht in ein Fantasy-Setting übertragen, zumahl die Rassen dort schon fast zu perfekt dafür ausgelegt sind:

  • Vulkanier werden zu Hochelfen
  • Romulaner werden zu Dunkelelfen
  • Klingonen werden zu Orks
  • Ferengi werden zu Zwerge
  • Androiden werden zu Golems

Anstelle von Raumschiffen gäbe es dann Luftschiffe (sei es durch Magie oder Dampf angetrieben) oder gar fliegende Städte.

Von daher lässt sich kaum sagen, ob eine Abgrenzung von Science Fiction zu Fantasy wirklich notwendig ist. Sinnvoll erscheint sie mir persönlich auf jeden Fall.

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2 Kommentare

Verfasst von - September 19, 2013 in Allgemein

 

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Kämpfer, Krieger, Ritter: Prestigeklasse oder nur anderer Name? – Guy Gavriel Kay: Ein Lied für Arbonne

Ich selbst bin ein großer Freund von Prestigeklassen! Durch die Prestigeklassen hat man ein Ziel, in die man seinen „Standart-Klassen-Charakter“ entwickeln kann. So kann man seinen Kämpfer zum Beispiel auf Stufe 5 zum Söldner oder Krieger weiterentwickeln, um ihn danach auf Stufe 10 zum Ritter oder Paladin aufsteigen zu lassen. Mit den Stufen sind natürlich auch eigene Fähigkeiten verbunden, mit denen man seinen Charakter aufrüsten kann.

In seinem Roman Ein Lied für Arbonne geht Guy Gavriel Kay allerdings einen anderen Weg: Alle Kämpferklassen sind im Kampf gleich! Es ist egal, ob man ein nordischer Krieger ist, ein in der Minnekunst bewanderte Ritter oder ein säbelschwingender Südländer: Im Kampf und im Krieg gehen sie alle an ihrer Grenzen. Der Kampf ist ihr gemeinsames Handwerk, welches die Grundlage der gemeinsamen Klassenbasis bildet.

Die Prestigeklasse zählt also nicht in den Kampffertigkeiten und Techniken, sondern nur auf die anderen Fähigkeiten des Charakters. So besticht der nordische Krieger durch Zechen, Glücksspiel und die Jagd, während der Ritter im Umgang mit der Damenwelt natürlich deutlich mehr Gewicht auf die gesellschaftlichen Talente legt. Ich finde die Idee vom Ansatz her nicht schlecht, dennoch fehlt mir da das Belohnungsdenken, dem viele Rollenspieler anhängen. Allerdings würde mich interessieren, wie andere das bewerten – oder gar in ihren eigenen Systemen gestaltet haben. Ich würde mich daher sehr über Kommentare zu diesem Thema freuen.

 

Den Roman habe ich natürlich bei Ebay eingestellt.

 
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Verfasst von - September 5, 2013 in Bücher

 

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