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Heilige Trupps (Söldner)

20 Mrz

Die Konzept der Heiligen Trupps basiert auf den Geschichten der Diebeswelt.
Die Heiligen Trupps sind eine Söldnervereinigung, die sich jeweils in Paaren gliedern. Diese Paare kämpfen und leben nicht nur miteinander, sondern sind in aller Regel auch ein Liebespaar. Hierbei liegt die Mehrzahl insbesondere auf männlich homosexuelle Paare. Die Söldner haben einen Schwur auf Vashanka geleistet, dem rankanischem Gott des Krieges, der Schlachten, der Vergewaltigung und der Zerstörung.

Die erste Erwähnung finden sie in dem Buch „Die Götter von Freistatt“ in der Geschichte „Ein Mensch und sein Gott“ von Janet Morris:

Während er Stiefsohns wehrhafte Gefährten im Auge behielt, die wie Jagdhunde edler Zucht warteten, fiel ihm ihre Geschmeidigkeit auf, ihre makellose Statur und die schmalen Hüften unter den von Gürteln hängenden Waffen. Wahrhaftig enge Freunde Abarsis mußten sie sein. Sehr enge!
Stiefsohn war verstummt und wartete auf Hanses Antwort. Die verwirrend blassen Augen folgten jetzt Hanses unverhohlenem Blick zu dem kleinen Söldnertrupp.
„Nun, werdet Ihr ja sagen, Freund des Geheimnisvollen? Und so auch mein Freund werden? Diese, meine anderen Freunde, warten nur auf Euer Einverständnis, Euch als Bruder umarmen zu dürfen.“
„Ich bin mein eigener Herr“, murmelte Hanse.
Abarsis hab eine geschwungene Braue. „Na und? Sie sind Angehörige eines Heiligen Trupps, ausgezeichnete Offiziere, Helden, jedes Paar.“ Er blickte Hanse abschätzend an. „Kann es sein, daß das bei euch im Süden nicht üblich ist?. Nach Eurer Miene zu urteilen, muß ich das annehmen“. Seine Stimme war weich wie fließendes Wasser. „Diese Männer haben mir und ihrem selbererwählten Gefährten geschworen, selbst über ihre Ehre hinweg, ihr Leben einzusetzen, nie zu weichen und wenn es sein muß, Schulter an Schulter kämpfend zu fallen. Es gibt keine Verläßlicheren. Hätte ich tausend wie sie, würde ich über die Erde herrschen!“

Obwohl die Ausspielung (oder auch nur die Erwähnung) von Sexualität immer noch bei vielen Rollenspielern ein Tabu darstellt, muss der offene Umgang mit Homosexualität in der jeweiligen Rollenspielwelt kein Tabu sein, sondern kann wie in oben genannten Beispiel etwas Alltägliches sein. Ich möchte hiermit auch keinen dazu auffordern, fortan homosexuelle Krieger zu spielen (für mich selbst käme es nicht in Frage), aber doch zumindest tolerant mit diesen außergewöhnlichen Charakterkonzepten umzugehen. Wer sich die HBO-Serie Spartacus angesehen hat, stößt dort auch unweigerlich auf die Darstellung von homosexuellen Kriegern; wobei diese innerhalb der Serie als nicht ungewöhnlich wahrgenommen werden. Bei den Griechen gehörte es ebenfalls zum Alltag dazu. Warum also nicht in einer Fantasywelt?

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Verfasst von - März 20, 2014 in Bücher

 

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