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Archiv für den Monat April 2014

Diebeswelt 07: Der Krieg der Diebe (0)

Band 07: Der Krieg der Diebe

Diebe7

Invasion in der Diebeswelt.

Eine fremde Flotte wird im Hafen gesichtet, dann dröhnen die Marschtritte fremder Soldaten durch Freistatt. Die Stadt der Diebe befindet sich in der Gewalt einer fremden Macht, ohne dass ein Schwert gezückt wird. Doch allmählich formt sich der Wiederstandt und die Diebe finden einen Verbündeten, mit dem sie nie gerechnet haben – die Obrigkeit.

Neue Abenteuer aus der Stadt der Diebe, wo die Schurken oft ehrlicher sind, als so manch braver Mann.

 

Die Einleitung aus zwei Teilen stammt von Robert Lynn Asprin.

Die Invasion und Hakiems große Stunde

Eine riesige Flotte macht vor dem Hafen in Freistatt fest. Während sich alle in der Stadt ihre eigenen Gedanken darüber machen, zieht es einen zum Pier, um das Geschehen aus erster Hand weiter erzählen zu können: Hakiem, der Geschichtenerzähler. Und so kommt es, das ausgerechnet der größte Kenner von Freistatt zum Verbindungsmann der Freistätter zu den Neuankömmlingen wird: den geheimnisvollen Beysibern.

Mit der Einleitung werden die politischen Gruppierungen in Freistatt und deren Machtgefüge vollständig umgeworfen. Mit der Exilflotte der Beysiber steht eine neue Macht auf dem Plan, dem keine der bisherigen Fraktionen der Diebeswelt das Wasser reichen kann.

 
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Verfasst von - April 29, 2014 in Bücher

 

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Vom ewigen Helden, Dunkelelfen, Chaosgöttern, Tanelorn und dem Multiversum

Ziemlich lange Überschrift, wenn man bedankt, das man stattdessen auch nur den Namen eines Fantasyautoren hätte nennen müssen: Michael Moorcock!
Denn genau diesem einen Fantasyautoren verdanken wir all diese lieb gewonnenen Dinge aus der Überschrift.

Michael Moorcock wurde 1939 in England geboren. Er verließ mit 15 Jahren die Schule ohne Abschluß und wurde Herausgeber des Comics Tarzan Advantures Magazine. Während er nebenbei Kurzgeschichten und Romane im Bereich Science Fiction und Fantasy schrieb, übernahm er 1964 das Science Fiction Magazin New Worlds. 1971 scheiterte das Magazin an einem Boykott des Zeitschriftenhandels. Doch von diesem Mißerfolg abgesehen, sollte dieses Jahrzehnt Michael Moorcock an die Spitze der Fantasy Autoren befördern. Von 1972 – 1976 gewann er jedes Jahr den British Fantasy Award, 1977 den Guardian Fiction Award, 1978 den John W. Campbell Memorial Award und 1979 sogar den World Fantasy Award in der wichtigen Sparte Romane. Mittlerweile wurde Michael Moorcock 4 mal für sein Lebenswerk ausgezeichnet: 2000 mit dem World Fantasy Award, 2004 mit dem Prix Utopiales und dem Bram Stoker Award, sowie 2008 mit dem Damon Knight Memorial Grand Master Award. Gerade letzte Auszeichnung hört sich unheimlich mächtig an! Die hätte ich auch gerne, allerdings muss man über 67 Jahre alt sein, damit man sie verliehen bekommt…

Aber gehen wir weg von dem Mann (der leider in Deutschland und der Rollenspielszene allgemein viel zu wenig Beachtung geschenkt bekommen hat) und wenden wir uns seinen Schöpfungen zu:

Der ewige Held ist ein Konzept, welches sich durch viele Romane von Moorcock hindurch zieht. In jeder Generation wird ein ein Held gebohren, dessen Schicksal es ist gegen die Mächte des Bösen zu kämpfen. Hört sich erstmal relativ einfach und stumpf an. Aber Moorcocks Helden sind in der Regel keine strahlenden Helden (von einigen Ausnahmen mal abgesehen), sondern in der Regel ungewöhnliche Charaktere, wie zum Beispiel Corum Jhaelen Irsei, der Prinz im scharlachroten Mantel, der letzte der Vadhagh, einer urzeitlichen Rasse, der als Überbleibsel in einer Zeit lebt, in der die Menschheit ihren Aufstieg beginnt. Ein noch bekanntere Inkarnation des ewigen Helden stellt Elric von Melnibone dar, der Albinoherrscher, der sein eigenes Volk vernichtete und eigentlich dem Chaosgott Arioch dient.

Dunkelelfen wie man sie aus AD&D kennt entstammen zwar nicht der Welt von Moorcock, aber wer sich mal in der Warhammer-Welt mit Dunkelelfen auseinandergesetzt hat, erkennt dort sehr schnell die Rasse der Melniboner wieder. Denn auch diese bleichen Elfen sind unbarmherzige Drachenreiter, welche kein anderes Volk als ebenbürtig anerkennt.

Chaosgötter, sowie der grundsätzliche Kampf zwischen Chaos und Ordnung wurde erstmalig von Moorcock in der Art thematisiert, wie der Warhammer-Spieler von heute es kennt: Brutale, blut- und seelendürstige Götter die nur mittels Schmerz und Angst, oder aber der Kunst der Verführung über ihre Anbeter herrschen. Auch den 8strahligen Chaosstern als Symbol des Chaos kann man in Moorcocks Werken wiederfinden.

Tanelorn, die ewige Stadt der Helden, die den Knotenpunkt im Multiversum bildet, ist auch an dem Konzept des ewigen Helden angelehnt. In Tanelorn kommen die Streiter des Guten aus allen Welten des Multiversums zusammen, um am Ende der Zeit den letzten Kampf zwischen Ordnung und Chaos zu bestreiten.

Die Bücher von Michael Moorcock haben epische Tragweite, ohne aber in die Sparte Epische Fantasy zu fallen. Der Schreibstil von Moorcock ist ganz klar dem Sword & Sorcery-Genre zuzuordnen. Das lässt die Geschichten aus heutiger Sicht leider etwas altbacken erscheinen, obwohl sie von ihrem Inhalt her und den über viele Romane hinweg festgehaltenenen Konzepten des Multiversums und des ewigen Helden meiner Meinung nach, einen sehr wichtigen Anteil der heutigen Fantasy-Kultur eingenommen haben. Aus diesem Grunde kann man den Namen Michael Moorcock durchaus in einem Atemzug mit Tolkien, Lewis, MZB, Howard oder anderen Größen der Fantasy nennen. Ich für meinen Fall bewerte seine Werke, neben denen Tolkiens, als die wichtigste Grundlage für die heutige Fantasy-Rollenspiel-Szene. Das mag aber auch daran liegen, das ich meine Spieler gerne in düstere und verzweifelte Situationen führe.

Die wichtigsten Werke Moorcocks habe ich mal, neben ein paar anderen Romanreihen, bei Ebay eingestellt.

 
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Verfasst von - April 24, 2014 in Bücher

 

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Das Geheimnis des Stahls

Die Frage nach dem Geheimnis des Stahls ist in der Fantasy ungefähr genauso alt wie die Figur des Conan von Robert E. Howard.
Angeregt durch meinen Beitrag Verrat in Freistatt (4) erlaube ich mir dies nochmal kurz aufzugreifen:

Viele Fantasy-Autoren und Rollenspiele betreiben ihre eigene Mythologie um besondere Stahlsorten:

Das bekannteste Metall stellt wohl Mithril dar, welche von John R.R. Tolkien für seine Welt des Herrn der Ringe erfunden wurde. Kein anderes Metall wurde so oft in andere Fantasy-Szenarien überführt, wie dieses. Als Beispiel möchte ich hier nur kurz die Forgotten Realms des AD&D Universums nennen, bzw. die Computer-Rollenspiele The Bards Tale, Gothic, Diablo II, The Elder Scrolls, Guild Wars II, Lineage und sogar World of Warcraft. Mithril wird vom Grundsatz her „so hart wie Stahl, aber so leicht wie eine Feder“ beschrieben. Weitere magische Fähigkeiten weist es nicht auf.

Doch auch andere andere Rollenspiele haben ihre eigenen Metalle hervorgebracht:

– DSA hat 5 magische Metalle auf, die für die Alchemie oder der Herstellung von Gildenabzeichen genutzt werden (Mindorium/Arkanium), zur Herstellung von Waffen und Rüstungen (Endurium / Titanium), oder gar nur als Göttergeschenk vorhanden sind (Eternium).

– Midgard hat das Kalte Eisen, welches magischen Wesen ihre Eigenschaften raubt. Darüber hinaus gibt es noch Aithinn und Coranacruach, welche beide für die Herstellung von Waffen genutzt werden.

– Arcane Codex verwendet das magische Metall Lunarium, welches besonders für magische Artefakte geeignet ist, da es magsiche Energie leicht aufnimmt.

 

Im Rollenspiel stelle ich mir selbst immer die Frage: Soll man seine Heldengruppen mit diesen magischen Waffen bis unter die Haarspitzen vollpumpen oder eher selten vergeben? Soll man jedem Spieler das Gefühl geben, das sein Charakter etwas Besonderes besitzt, oder nur einen Spieler der Gruppe damit hervor heben? In klassisch strukturieren Fantasygeschichten hat in der Regel ein Held einen magischen Gegenstand, der ihn zu etwas Besonderem macht. Aber eine Fantasygeschichte soll auch nur einen zufrieden stellen: den Leser. Bei einem Buch sitzen nicht 5 Leser im Kreis und hegen für 5 verschiedene Charaktere der Geschichte ihre Sympathie. Eine Rollenspielgruppe ist daher vom Sozialgeflecht deutlich anders zu betrachten. Aber ich denke, das es für diese Frage keine klare Antwort geben kann. Zu viel hängt von den Spielern und ihrer Art des Rollenspiels ab. Da hat es ein Fantasyautor doch deutlich einfacher, als ein Spielleiter!

 
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Verfasst von - April 23, 2014 in Allgemein

 

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Diebeswelt 06: Verrat in Freistatt (4)

Band 06: Verrat in Freistatt

Diebe6

Die abschließende Geschichte des Bandes stammt erneut aus der Feder von Lynn Abbey.

Stahl

Walegrin und seine Söldner sind erfolgreich nach Freistatt zurück gekehrt. Ihre Suche nach dem mächtigen und sagenumwobenem Enlibar-Erz war von Erfolg gekrönt. Doch Walegrins Herrscharr ist deutlich geschrumpft, denn seine ehemaligen Förderer aus Ranke wollen ihm nun das Geheimnis des Stahls entreissen und trachten ihm nach dem Leben. In Freistatt gelingt es Walegrin, mit dem ehemaligen rankanischen Großmeister-Schmied Balustrus eine Übereinkunft zu finden, damit dieser ihm aus dem Erz die lang ersehnten Enlibar-Schwerter herstellt. Doch werden Walegrin und seine Einheit mit den Schwertern aus Enlibar-Stahl ihre Bestimmung in Freistatt finden?…

Lynn Abbey greift ihre vorherigen Charaktere auf und spinnt die Geschichte um das Geheimsnis des Stahls weiter. Mir persönlich fehlt leider die entscheidende Wendung in der Geschichte, welche ja eigentlich mit der Macht aus den Schwertern hervorgehen sollte. Ansonsten passt die Geschichte aber sehr gut in die düstere Diebeswelt hinein.

 
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Verfasst von - April 22, 2014 in Bücher

 

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