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Archiv der Kategorie: Allgemein

LARPzeit Ausgabe 44: Apokalypse

Ich möchte mal wieder etwas Werbung für die aktuelle Ausgabe der LARPzeit machen, welche vor wenigen Wochen erschienen ist:

Strahlenzombies, fiese Rocker und einsame Anti-Helden im ständigen Überlebenskampf – diesmal geht es in der LARPzeit schwerpunktmäßig um das Thema Endzeit. Wir beschäftigen uns mit den antiken und mittelalterlichen Wurzeln des Genres und gehen der Frage nach, was LARPer am Spiel in einem postapokalyptischen Setting so faszinierend finden. Hinzu kommen Beschreibungen verschiedener Endzeit-Konzepte aus Deutschland und darüber hinaus. In der Waffenschmiede zeigen wir, wie sich aus einem quietschpinken Spielzeug eine coole Endzeit-Armbrust basteln lässt. Außerdem stellen wir die (Dartblaster-)Waffenhändler von Blasterparts und Bankcroft vor und haben mit MegaBosch die Rockstars der Apokalypse im Interview.

Abseits des Endzeit-Themas beschäftigen wir uns zum Beispiel in der Rubrik Der Weg zum schönen Con mit der Frage, wie LARP-Veranstalter schon bei der Con-Planung Ideen auf ihre Umsetzbarkeit prüfen und weiterentwickeln können. Und schließlich gibt es wie gewohnt weitere Interviews, Konzepte, Neuigkeiten aus der LARP-Szene und vieles mehr.

LZ44

Inhalt

Tipps
Hinterfragt: Endzeit-LARP – Die Lust am Untergang
Sinnesvöllerey: Kulturgeschichte der Endzeit – Der Weltuntergang im Wandel der Zeiten
Der Weg zum schönen Con: Man müsste mal ein Con machen, auf dem … – Verrückte Ideen entwickeln


Do it yourself
Nähstübchen: Klappenrock und Trägerkleid – Wikinger-Gewandungen für Männer und Frauen
Waffenschmiede: Endzeit-Armbrust – Von Pink zu Punk

Im Gespräch
Sinnesvöllerey: Rockstars der Apokalypse – MegaBosch im Interview
Der Alte Mann: Endzeit für den alten LARPer
Hinter den Kulissen: Mehr Feuerkraft für die Endzeit – Blasterparts und Bankcroft im Interview
Sinnesvöllerey: Interview mit dem Drachen-Interviewer – Comiczeichner Stephan Baumgarten im Gespräch
Monstermacher und Plotplaner: Ineffiziente Bürokratie und russische Gastfreundschaft – Die NRA-Orga im Interview

Konzepte
LARP-Konzept: Das neue F.A.T.E.-Konzept – Mehr Verantwortung in Spielerhände
LARP international: Shards – Postapokalyptische Science-Fiction in 360°
LARP-Konzept: Endzeit-LARP nach Degenesis – Menschlichkeit (?) in einer Welt voller Sporen
LARP-Konzept: Willkommen auf dem Basar! – Familiäre Reise in die Welt von 1001 Nacht
LARP international: Spontan zum Duché de Bicolline – Ein Erlebnisbericht

Veranstaltungen
Veranstaltung: Knutpunkt 2014 – Sharpening the Cutting Edge
Con-Bericht: Tales from the North – A Dead Lord’s Game
Veranstaltung: RPC 2014 – Eine Messe für Fantasy und mehr

 

Obwohl das Magazin selbstverständlich auf die LARP-Szene ausgerichtet ist, bietet es jedem Rollenspieler viele gute Ideen für seine Charaktere. Einen Überblick über alle bisher erschienenen Ausgaben gibt es unter: http://www.larpzeit.de/

 
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Verfasst von - Juli 8, 2014 in Allgemein

 

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Artefakte und magische Waffen für DSA

Beim Ausräumen meines Spieleregals ist mir eine 20 Jahre alte Mappe, mit einem meiner ersten selbstgeschriebenen Abenteuer für DSA, in die Hände gefallen.

In dem Abenteuer ging es um ein geheimes Tal, in dem die Echsenmenschen in einem geheimen Tempel einen Leviathan wiederbeleben wollen. Die Helden mussten das Ritual stören und waren dann auf der Flucht vor den Echsenpriester und ihrer Gefolgschaft durch den Tempel. Dabei kamen sie auch an einem Raum voller Artefakte vorbei, wo sie im vorbeilaufen noch ein paar Belohnungen pflücken konnten. Dafür hatte ich folgende Artefakte vorbereitet, die ich euch im Sinne der nostalgischen Betrachtung nicht vorenthalten will:

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Der Dolch der Tsageweihten Saria Damotil

Geldverzierter Dolch, dessen Knauf zu einem Eidensenkopf geformt ist.

TP 1w6+1
TP+ -15
Gew. 20
Lg. 25
BF 0
WV 2/1

Die Lebenspunkte die der Dolch nimmt, gibt er auch wieder zurück. Für 5 genommene Lebenspunkte, speichert er einen Lebenspunkt. Wenn man mit dem Eidechsenkopf über die Wunde streicht, gibt er die notwendigen Lebenspunkte frei und die Wunde heilt. Der momentane Speicher beträgt 21 Lebenspunkte.

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Die Schädel-Fledermaus des Orkkriegers Sadrak Assai

Eine Wurffledermaus, die statt 3 Metallkugeln 3 menschliche Schädel besitzt.

TP 1w-2
TP+  /
Gew. 20
Reichw. 3

Die Schädel beißen sich in das Opfer und lassen es nicht los. außer auf Befehl des Besitzers. Der Biß eines Schädel macht einmalig 1w6 TP.

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Der Helm des Abenteurers Leomar Angbarar

Eine schmucklose Angbarer Sturmhaube

RS +2
BE +1
Gew. 150

Mit dem Helm können Telekinese Arbeiten ausgeführt werden:
– Türen öffnen
– Truhen öffnen
– Gegenstände anheben…

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Der Hut des Hesindegeweihten Melcher von Gerdenwald

Ein schwarzer, spitz zulaufender Hut

Mit dem Hut hat ein Zauberkundiger Zugriff auf jeden Zauberspruch aus dem Buch der 11×11 Zauber, entsprechend seiner Klasse. Alle Zauber werden mit Stufe 1 ausgeführt und verbrauchen keine Astralpunkte.

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Das Schild des Kriegers Patra von Horigan

Ein Wappenschild, welches unten spitz zuläuft. Die Grundfarbe des Schildes ist rot, wobei ein schwarzer Streifen von links unten nach rechts oben verläuft.

WV  -1/+1
BF   /
BE  1
Gew. 160

Mit dem Schild kann man Zauber abwehren (Parade von 10)

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Der Kapuzenmantel des Streuners Bardo Grabensalz

Ein schwarzer Mantel aus grober Wolle

Wird die Kapuze des Mantels übergezogen, macht er den Träger und dessen Ausrüstung für 10 Minuten unsichtbar.

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Die Keule des Barbaren Oreg

Eine einfache Holz-Keule mit Eisendornen

TP 1w6
TP -12
Gew. 120
Lg. 90
BF   0
WV 7/3

Im Kampf erhöht sie die KK des Trägers um 5 Punkte.
Wenn man sie auf den Boden schlägt, kann man ein leises Donnern hören.

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Der Bogen des Elfen Emetiel Goldklang

Ein Bogen aus Elfenbein, in dessen Griff ein roter Rubin eingearbeitet ist.

TP 1w6+5
TP+  +3/+2/+1/0/0
Gew. 20
Reichw. 250

Anstelle einen Pfeil zu verschießen, kann er alle 10 KR einen Blendstahl abschießen, der den Gegner für 3 KR erblinden lässt.

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Der Stab der Gauklerin Edala Rogel

Ein frisch geschnitzter, 1 Meter langer grüner Stab

TP 1w6+2
TP -15
Gew. 5 bis 100
Lg. 10-200
BF   /
WV 10/10

Der Stab kann zwischen 10cm und 2m Länge nach Wille des Trägers variieren, wodurch er im Kampf unberechenbar wird und sich die hohen Werte im Waffenvergleich ergeben.
Bei der Akrobatik kann er die Talent-Probe um bis zu 5 Punkte erleichtern.

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Das Tuzakmesser des Novai-Kriegers Amir ben Hamil

Schwarzes Tuzakmesser mit roten Runen

TP 1w6+6
TP+  -14Gew. 120
Lg. 150
BF   /
WV 7/7

Gelingt die Parade des Gegners, steigt der Bruchfaktor dessen Waffe um 1 und eine Probe darauf wird fällig.

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Der Spiegelpaner der Al´Anfanerin Cella Hiligan

Spiegelpanzer der Khunchomer Art

RS 5
BE 1
Gew. 20

Der Panzer ist unglaublich leicht und behindert daher kaum im Kampf

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Die Krone des Prinzen Respo von Bachental

Eine kleine Krone mit 8 Zacken. Zwischen den beiden Hauptzacken ist ein großer Diamant eingelassen.

Der Träger kann mit dem Diamenten Wirbelstürme erzeugen, die bis zu 5 Gegner 10 Meter weit „weg blasen“ und sie für 1 weitere KR orientierungslos machen.

 
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Verfasst von - Mai 9, 2014 in Allgemein

 

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DSA Raritäten und Klassiker fürs Regal

Grundsätzlich muss ich erst mal festhalten, das man eigentlich nie genug Rollenspielmaterial haben kann! Allerdings muss ich auch anerkennen, das der Bedarf des benötigten Platz für diese Regelbücher, Hintergrundbände und Abenteuer leider nur begrenzt zur Verfügung steht…

Da ich selbst nicht konkurrenzfähig für Arkanils Regale Gallerie bin, möchte ich zumindest dem einen oder anderen noch die Möglichkeit geben, ein paar Schmuckstücke für sein eigenes Regal zu erwerben. Ich habe noch bis zum Wochenende viele DSA Produkte der ersten Stunde (und der darauf folgenden 15 Jahre) bei Ebay eingestellt. Sollte also noch der eine oder andere auf der Suche nach Heften und Bücher des Schwarzen Auges aus der Anfangszeit des Rollenspiels sein, freue ich mich natürlich sehr, wenn er dieses von mir ersteigern würde. Und sollte sich nur jemand darüber hinweg trösten wollen, das er nicht bei der RPC sein kann, versteckt bei hinter der Auswahl wohl auch noch so manches Schätzchen.

 

 
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Verfasst von - Mai 7, 2014 in Allgemein

 

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Das Geheimnis des Stahls

Die Frage nach dem Geheimnis des Stahls ist in der Fantasy ungefähr genauso alt wie die Figur des Conan von Robert E. Howard.
Angeregt durch meinen Beitrag Verrat in Freistatt (4) erlaube ich mir dies nochmal kurz aufzugreifen:

Viele Fantasy-Autoren und Rollenspiele betreiben ihre eigene Mythologie um besondere Stahlsorten:

Das bekannteste Metall stellt wohl Mithril dar, welche von John R.R. Tolkien für seine Welt des Herrn der Ringe erfunden wurde. Kein anderes Metall wurde so oft in andere Fantasy-Szenarien überführt, wie dieses. Als Beispiel möchte ich hier nur kurz die Forgotten Realms des AD&D Universums nennen, bzw. die Computer-Rollenspiele The Bards Tale, Gothic, Diablo II, The Elder Scrolls, Guild Wars II, Lineage und sogar World of Warcraft. Mithril wird vom Grundsatz her „so hart wie Stahl, aber so leicht wie eine Feder“ beschrieben. Weitere magische Fähigkeiten weist es nicht auf.

Doch auch andere andere Rollenspiele haben ihre eigenen Metalle hervorgebracht:

– DSA hat 5 magische Metalle auf, die für die Alchemie oder der Herstellung von Gildenabzeichen genutzt werden (Mindorium/Arkanium), zur Herstellung von Waffen und Rüstungen (Endurium / Titanium), oder gar nur als Göttergeschenk vorhanden sind (Eternium).

– Midgard hat das Kalte Eisen, welches magischen Wesen ihre Eigenschaften raubt. Darüber hinaus gibt es noch Aithinn und Coranacruach, welche beide für die Herstellung von Waffen genutzt werden.

– Arcane Codex verwendet das magische Metall Lunarium, welches besonders für magische Artefakte geeignet ist, da es magsiche Energie leicht aufnimmt.

 

Im Rollenspiel stelle ich mir selbst immer die Frage: Soll man seine Heldengruppen mit diesen magischen Waffen bis unter die Haarspitzen vollpumpen oder eher selten vergeben? Soll man jedem Spieler das Gefühl geben, das sein Charakter etwas Besonderes besitzt, oder nur einen Spieler der Gruppe damit hervor heben? In klassisch strukturieren Fantasygeschichten hat in der Regel ein Held einen magischen Gegenstand, der ihn zu etwas Besonderem macht. Aber eine Fantasygeschichte soll auch nur einen zufrieden stellen: den Leser. Bei einem Buch sitzen nicht 5 Leser im Kreis und hegen für 5 verschiedene Charaktere der Geschichte ihre Sympathie. Eine Rollenspielgruppe ist daher vom Sozialgeflecht deutlich anders zu betrachten. Aber ich denke, das es für diese Frage keine klare Antwort geben kann. Zu viel hängt von den Spielern und ihrer Art des Rollenspiels ab. Da hat es ein Fantasyautor doch deutlich einfacher, als ein Spielleiter!

 
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Verfasst von - April 23, 2014 in Allgemein

 

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LARPzeit Ausgabe 43: Fahrendes Volk

Ich muss mal ein wenig Werbung machen, da ich persönlich ein großer Fan der LARPzeit bin und in Gesprächen immer wieder feststelle, das dieses Magazin wirklich nur in der LARP-Szene bekannt ist.

Verführerische Tänzerinnen, mysteriöse Wahrsager, Kesselflickerinnen und fröhlich-bunte Schausteller, die frei und ungebunden durch die Welt ziehen – in dieser Ausgabe steht das sogenannte Fahrende Volk im Mittelpunkt. Der Charaktertyp bietet Spieltipps für Rollen am Rande der Gesellschaft und Erfahrungsberichte von Spielerinnen und Spielern. Im Artikel Zigeuner-Geschichte(n) beschäftigen wir uns mit Stigmatisierung, Verfolgung und Romantisierung von realen ethnischen und sozialen Gruppen, denen im Laufe der Geschichte der Begriff Zigeuner übergestülpt wurde. Außerdem stellen wir mit den Crepusculo, den St. Growanescou und Ommas fantastulärem Wandertheater einige Konzepte und Projekte rund um Fahrendes Volk im LARP vor. Zudem bietet das Szenario Zigeunerrache eine Idee für eine rasante Verwechslungskomödie im Stil der Zigeunerromantik.

Als weitere Artikel gibt es unter anderem eine ausführliche Bauanleitung für einen an historische Vorlagen angelehnten Bolzenköcher, eine Konzeptbeschreibung zu Reenlarpment vor frühmittelalterlichem Hintergrund sowie den Veranstaltungsbericht zum Twelve Colonies-Con Whiteout. Schließlich berichten wir wie gewohnt über weitere Cons, Konzepte, Neuigkeiten aus der LARP-Szene und vieles mehr.

Larpzeit 43

Das Heft erscheint als Print-Magazin im Format 210 x 297 mm, wird durchgehend farbig in hochwertigem Offsetdruck produziert und hat einen Umfang von 88 Innenseiten.

Inhalt

Tipps
Sinnesvöllerey: Zigeuner-Geschichte(n) – Zwischen Verfolgung und Romantisierung
Charaktertyp: Fahrendes Volk – Rollen am Rande der Gesellschaft
Sinnesvöllerey: Order of the Stick – Strichmännchen und Rollenspielklischees
Hinterfragt: Mein Pfeil, dein Pfeil – Über die Unsitte, mit fremden Pfeilen zu schießen


Do it yourself
Nähstübchen: Praktischer Rucksack für’s Wandervolk
Kochecke: Festliche Küche mit Met Teil II
Rüstkammer: Immer einen Bolzen auf der Sehne … – Bolzenköcher selbst bauen
Schöner LARPen: Glasperlen selbst herstellen Teil II – Jetzt wird es bunt

Im Gespräch
Der Alte Mann und das LARP: Von den LARP-Zigeunern
Monstermacher und Plotplaner: Clan McCregger im Interview – Wie eine Spielergruppe zum Veranstalter wird
Hinterfragt: Lustig ist das Zigeunerleben … oder?

Konzepte
Gruppenkonzept: Die St. Growanescou – Verdammt zu ewiger Wanderschaft
LARP-Konzept: Sandkastenspiele – Rohstoffe als Spielelement
LARP-Konzept: Ommas fantastuläres Wandertheater – Ein ganz schönes Theater auf dem Drachenfest!
Gruppenkonzept: Die Crepusculo – „Wir bedienen mit unseren Zigeunern das verklärte Bild, das Literatur und Hollywood uns vorgaukeln.“
LARP-Konzept: Orkneyinga – Reenlarpment vor frühmittelalterlichem Hintergrund
Szenario: Zigeunerrache

Veranstaltungen
Con-Bericht: Frøblot – Geiranger & Friends 2014
Veranstaltung: Heiß, heißer, Feuerherzen!
Con-Bericht: Twelve Colonies Con 4 – Whiteout

Obwohl das Magazin selbstverständlich auf die LARP-Szene ausgerichtet ist, bietet es jedem Rollenspieler viele gute Ideen für seine Charaktere. Einen Überblick über alle bisher erschienenen Ausgaben gibt es unter: http://www.larpzeit.de/

 
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Verfasst von - März 6, 2014 in Allgemein

 

Kurzgeschichten / Anthologien

Da ich momentan nur selten zum lesen komme, aber den Blog auch nicht verstauben lassen möchte, habe ich mir derzeit mal ein paar Kurzgeschichtensammlungen vorgenommen. Vorweg sollte ich aber darauf hinweisen, das ich kein großer Freund von Kurzgeschichten bin. Bei diesen kann man nicht wie bei Romanen die Charakterentwicklung der Protagonisten mitverfolgen. Auch kann man die Hintergründe oft nicht nachvollziehen, warum die Charaktere in Kurzgeschichten eine gewisse Handlung begehen. Man kennt ja ihren Hintergrund nicht. Kurzgeschichten handeln in aller Regel nur von einer Szene, von einer Begebung oder gar nur von einer Entscheidung, welche die Romanfigur treffen muss. Im Gegensatz zu einem Roman oder gar einer Romanserie kann kein großer Handlungsbogen gewoben werden. Dennoch gibt es ja viele andere Leser, die Kurzgeschichten mögen.

Ich habe mir für den Anfang mal zwei verschiedene Anthologien herausgesucht, über welche ich in der nächsten Zeit schreiben möchte:

1. Der Diebeswelt-Zykus
Die Diebeswelt wurde von 1979 bis 1989 geschaffen. Das besondere an ihr war, das sie von diversen „Science-Fiction-Autoren“ in der selben Fantasy-Welt angesiedelt war, in der jeder Autor auch auf die Figuren der anderen Autoren zugreifen durfte und man dadurch einen gewissen Roten Faden durch alle Kurzgeschichten hatte. Die Handlung findet in Freistatt, der sogenannten Stadt der Diebe statt, welche mit dem Prinzen von Ranke einen neuen Stadthalter erhält. Dieser versucht mit seinen Elitesoldaten die Stadt von allem Übel zu reinigen, wodurch es auf vielen Ebenen zu Spannungen kommt. Bei der Serie handelt es sich um reine Sword & Sorcery aus den Anfängen der Fantasy.

2. Drachenauge
Bei der Anthologie Drachenauge (Stories aus der Welt der Drachenlanze) handelt es sich um einen Vertreter der High Fantasy, welcher auf der Welt Krynn zum Ende des Chaoskrieges (Die zweite Umwälzung) spielt. Die Welt der Drachenlanze wurde zwar bereits selbst mit einem Rollenspiel (AD&D-Ableger) bedacht, dennoch möchte ich diese Kurzgeschichtensammlung als Ausgleich und Gegenpol für die Sword & Sorcery Geschichten der Diebeswelt nehmen. Denn während Freistatt ein dunkler und schmutziger Ort ist, an dem oft nur die Stärksten überleben, ist die Welt Krynn doch trotz der dunklen Ereignisse des Chaoskrieges ein magischer Ort.

Zusätzlich habe ich vor ein paar Spiele-Apps aus dem Bereich Fantasy vorzustellen, mit denen ich leider auch sehr viel Zeit verschwende. Vielleicht findet ja auch jemand Anderes gefallen daran, seine Zeit mit kurzweiligen Abenteuern zu vergeuden 🙂

 
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Verfasst von - Oktober 13, 2013 in Allgemein, Bücher, Spiele / Apps

 

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Science Fiction (un-)gleich Fantasy?

Angeregt durch Arkanils Beitrag zum Thema Science Fiction, habe ich mir auch ein paar Gedanken zur Abgrenzung zwischen Fantasy und Science Fiction gemacht.

Wenn man die Entwicklung der letzten Jahrzehnte betrachtet, gibt es diese Abgrenzung noch gar nicht so lange. Die große Sparte Fantasy, welche mittlerweile erfolgreicher ist als Science Fiction, hat sich glaube erst Mitte der 80’er aus dem Genre Science Fiction als eigenständige Rubrik herausentwickelt. Bis dahin wurde eigentlich alles unter dem Namen Science Fiction herausgegeben. Die großen Fantasyautoren dieser Zeit traf man auch nur bei Science-Fiction-Conventions. Als Fantasyautoren wurden allerdings nur die wenigsten davon bezeichnet. Es war eher gängig, das diese phantastische Science-Fiction Geschichten geschrieben haben.

Die klare Abgrenzung ist daher noch gar nicht so alt; allerdings in meinen Augen notwendig, um eine klare Zuordnung zu den Rahmenbedingungen der jeweiligen Geschichte / des Settings zu geben. Hierdurch kann ein Aussenstehender sofort grob erfassen, in welcher Epoche die Handlung stattfindet.

Allerdings sei gesagt, das die meisten Handlungen leicht in das jeweils andere Genre übertragen werden können. Ob Star Wars jetzt Science Fiction ist, wird ja schon lange von vielen Kritikern angezweifelt. Oft wird hier der Begriff „Zukunfts-Märchen“ verwendet, was ja im Grunde nichts anderes als eine Fantasygeschichte darstellt, die in der Zukunft spielt.

Aber auch Star Trek könnte man leicht in ein Fantasy-Setting übertragen, zumahl die Rassen dort schon fast zu perfekt dafür ausgelegt sind:

  • Vulkanier werden zu Hochelfen
  • Romulaner werden zu Dunkelelfen
  • Klingonen werden zu Orks
  • Ferengi werden zu Zwerge
  • Androiden werden zu Golems

Anstelle von Raumschiffen gäbe es dann Luftschiffe (sei es durch Magie oder Dampf angetrieben) oder gar fliegende Städte.

Von daher lässt sich kaum sagen, ob eine Abgrenzung von Science Fiction zu Fantasy wirklich notwendig ist. Sinnvoll erscheint sie mir persönlich auf jeden Fall.

 
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Verfasst von - September 19, 2013 in Allgemein

 

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