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Kämpfer, Krieger, Ritter: Prestigeklasse oder nur anderer Name? – Guy Gavriel Kay: Ein Lied für Arbonne

Ich selbst bin ein großer Freund von Prestigeklassen! Durch die Prestigeklassen hat man ein Ziel, in die man seinen „Standart-Klassen-Charakter“ entwickeln kann. So kann man seinen Kämpfer zum Beispiel auf Stufe 5 zum Söldner oder Krieger weiterentwickeln, um ihn danach auf Stufe 10 zum Ritter oder Paladin aufsteigen zu lassen. Mit den Stufen sind natürlich auch eigene Fähigkeiten verbunden, mit denen man seinen Charakter aufrüsten kann.

In seinem Roman Ein Lied für Arbonne geht Guy Gavriel Kay allerdings einen anderen Weg: Alle Kämpferklassen sind im Kampf gleich! Es ist egal, ob man ein nordischer Krieger ist, ein in der Minnekunst bewanderte Ritter oder ein säbelschwingender Südländer: Im Kampf und im Krieg gehen sie alle an ihrer Grenzen. Der Kampf ist ihr gemeinsames Handwerk, welches die Grundlage der gemeinsamen Klassenbasis bildet.

Die Prestigeklasse zählt also nicht in den Kampffertigkeiten und Techniken, sondern nur auf die anderen Fähigkeiten des Charakters. So besticht der nordische Krieger durch Zechen, Glücksspiel und die Jagd, während der Ritter im Umgang mit der Damenwelt natürlich deutlich mehr Gewicht auf die gesellschaftlichen Talente legt. Ich finde die Idee vom Ansatz her nicht schlecht, dennoch fehlt mir da das Belohnungsdenken, dem viele Rollenspieler anhängen. Allerdings würde mich interessieren, wie andere das bewerten – oder gar in ihren eigenen Systemen gestaltet haben. Ich würde mich daher sehr über Kommentare zu diesem Thema freuen.

 

Den Roman habe ich natürlich bei Ebay eingestellt.

 
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Verfasst von - September 5, 2013 in Bücher

 

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Barden, Skalden, Troubadoure: Guy Gavriel Kay – Ein Lied für Arbonne

Als Rollenspieler der früheren Generation muss ich immer an die Computerspiele aus der Bard’s Tale-Trilogie denken (die Umstrittene Neuauflage/Fortsetzung von 2005 klammer ich bewusst mal aus), wenn es um den Charakter eines Barden geht.

Obwohl es inhaltlich dabei nicht wirklich um die Kunst der Barden geht, war dies die erste große Möglichkeit, einen Barden als Charakter zu wählen, der nicht nur wie Troubadix auf der Harfe rumklampft. In The Bard’s Tale konnte man mit seinem Barden die Gruppe deutlich bereichern, da dieser mit seiner helfenden Musik-Magie die „Leistung“ der gesamten Gruppe anheben, oder aber die „Leistung“ der gesamten Gegner-Gruppen verringern konnte. Im Endeffekt also ein Vorläufer der heutigen Buffs und Debuffs, die man bei MMORPGs antrifft. Aber damals war das noch etwas Besonderes und so ist es mir auch noch in Erinnerung geblieben.

Aber bevor ich zu weit in meinen Erinnerungen gefangen abschweife, kommen wir zu dem Buch was ich mir vor kurzem (wieder) aus dem Regal gezogen habe: „Ein Lied für Arbonne“ von Guy Gavriel Kay.

Guy Gavriel Kay ist keine Autor der High-Fantasy. Viel mehr schreibt er historische Romane, in denen er gewisse mystische Kräfte mit einbindet. So auch in Ein Lied für Arbonne. Es geht hier um eine mittelalterähnliche Welt, in deren mehrere Reiche nebeneinander existieren. Im Kern seiner Erzählung geht es um das Land Arbonne, welches für seine Liebe zur Musik bekannt ist. In Arbonne gehört es zum guten Ruf, einen Troubadour und seinen Sänger zu beherbergen, damit dessen Ruf auf jeweiligen Grafen abfärbt. Und auch die Ritter streben danach, die Minnekunst in Vollendung zu erlangen.

Und in genau dieses Land kommt der Söldner Blaise von Gorhaut, aus einem Land das nur für seine Kriegskunst bekannt ist, um eine Anstellung zu finden…

 
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Verfasst von - August 26, 2013 in Bücher

 

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